April, April

Aus einem April

Wieder duftet der Wald.
Es heben die schwebenden Lerchen
mit sich den Himmel empor, der unseren Schultern schwer war;
zwar sah man noch durch die Äste den Tag, wie er leer war,-
aber nach langen, regnenden Nachmittagen
kommen die goldübersonnten
neueren Stunden,
vor denen flüchtend an fernen Häuserfronten
alle die wunden
Fenster furchtsam mit Flügeln schlagen.

Dann wird es still. Sogar der Regen geht leiser
über der Steine ruhig dunkelnden Glanz.
Alle Geräusche ducken sich ganz
in die glänzenden Knospen der Reiser.

Rainer Maria Rilke, 6.4.1900, Berlin-Schmargendorf

7 Kommentare zu „April, April

  1. Hach ja, ich mag einfach Deinen Stil und wie Du an ein Motiv herangehst… Wir müssen uns unbedingt mal irgendwann treffen und zusammen auf „Jagd“ gehen… Würd Dir ja echt mal gern über die Schulter schauen. Und wenn Du möchtest auch ein Model mitbringen… Man lernt ja schließlich nie aus. Und ich fänds total spannend wie Du die Glückliche dann ablichten würdest…

    1. Das freut mich wirklich sehr! Sehr gerne, das klingt sehr spannend und mich würde es auch sehr interessieren wie du so an ein Shooting herangehst. Da gäbe es sicherlich so den einen oder anderen Aha-Effekt für mich! 😀 Vielleicht finden wir ja eine Gelegenheit!

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